KALENDER

Enthüllung Informationsstele

Enthüllung der Informationsstele Die „Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische Forschungsstelle“

Zeit

03/29/2019
4973

29.03.2019

11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Unter den Eichen 82 – 84, Ecke Bötticherstraße, 12203 Berlin

Organisatoren

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin

Vortragende Person

Ralf Wieland, Petra Rosenberg, Frank Mückisch

Bemerkungen

Die Stele, nach einem Entwurf von Karin Rosenberg, erinnert an die Geschichte der „Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle“ und ihre besondere Rolle bei der Verfolgung der Sinti und Roma. Die Stele wird am Freitag, den 29. März 2019, 11 Uhr, Unter den Eichen 82 – 84, Ecke Bötticherstraße, 12203 Berlin, der Öffentlichkeit übergeben. Hintergrundinformationen: “Die „Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische Forschungsstelle“ In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich an diesem Ort als Abteilung des Reichsgesundheitsamts die „Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische Forschungsstelle“. Initiator und Leiter der Forschungsstelle war ab 1936 der Jugendpsychiater und überzeugte Vertreter der NS-Rassenpolitik Robert Ritter (19011951). Zu seinen engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählte die Krankenschwester Eva Justin (19091966). Die Hauptaufgabe der Stelle bestand im Erfassen und Erforschen von Sinti und Roma sowie dem Sammeln personenbezogener Daten. 1936 im Zwangslager Berlin-Marzahn internierte Sinti und Roma gehörten zu den ersten „Untersuchungsobjekten“, die Ritter und sein Mitarbeiterstab genealogisch befragte und anthropologisch vermaß. Bei den oftmals erzwungen Untersuchungen kam es zu Demütigungen und Misshandlungen. “Es kamen die Rassenforscher; die haben uns vermessen. Das Gesicht, die Augen, die Haarfarbe usw. Dann haben sie uns Blut abgenommen.” (Der Zeitzeuge Peter Böhmer, Berlin 2009) Die Forschungsstelle wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und kooperierte mit dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Bei dessen vormaligem Leiter Eugen Fischer (18741967) promovierte Justin 1943 mit einer Arbeit über Kinder der Sinti, die nach Abschluss der Untersuchungen nach Auschwitz deportiert und ermordet wurden. Gemäß der Rassenideologie galten Sinti und Roma wie Juden als „artfremd“ und wurden mit gesetzlichen und polizeilichen Maßnahmen systematisch entrechtet. 1938 beauftragte der Reichsführer SS Heinrich Himmler die Forschungsstelle, in Zusammenarbeit mit dem Reichssicherheitshauptamt die reichsweite Registrierung aller Sinti und Roma durchzuführen. Bis 1944 verfassten Ritter und sein Mitarbeiterstab etwa 24.000 „Gutachten“, mit Empfehlungen zur Zwangssterilisation und Deportation. Nach dem „Auschwitzerlass“ Himmlers vom 16. Dezember 1942 begannen die Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Insgesamt wurden rund 500.000 Sinti und Roma Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie. Ritter und Justin fanden nach 1945 im jugendpsychiatrischen Dienst der Stadt Frankfurt/Main Anstellung. Ermittlungsverfahren gegen sie wurden „aus Mangel an Beweisen” eingestellt. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten Unterlagen der Forschungsstelle weiter und trugen zur fortgesetzten Diskriminierung wie zur Ablehnung von Entschädigungsansprüchen von Sinti und Roma bei. Die offizielle Anerkennung der Sinti und Roma als Opfer des Genozids erfolgte erst 1982 durch Bundeskanzler Helmut Schmidt. 1988 erinnerte erstmals eine Ausstellung vor Ort an die Rolle der Forschungsstelle und des Reichsgesundheitsamts im Nationalsozialismus. 1995 wurde in der Bibliothek des Gebäudes eine Gedenktafel angebracht, initiiert nach einem Zeitzeugengespräch Otto Rosenbergs mit Lichtenberger Schülern über sein Schicksal als Kind im Zwangslager Marzahn und Opfer dieser „Rassenforscher“.

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Vortrag

Experimenteller Geist

Zeit

04/05/2019
4967

05.04.2019

19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstverein Neukölln, Mainzer Str. 42, 12053 Berlin

Organisatoren

Kunstverein Neukölln e.V.

Vortragende Person

Hans-Jörg Rheinberger

Bemerkungen

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „dropping drifting dreaming“. Künstlerinnen: Birgit Cauer, Kati Gausmann und Katrin von Lehmann

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Institutskolloquium 2018-19

An Awkward Proposal: Reconciling the Two Fields through Confronting Their Exclusion of Indigenous Knowledge

Zeit

04/09/2019
4880

09.04.2019

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin

Organisatoren

MPIWG, Ohad Parnes

Vortragende Person

Kyle Whyte (Michigan State University)

Links

oparnes@mpiwg-berlin.mpg.de

Webseite

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Workshop

Asymmetries of Knowledge

Zeit

04/15/2019
04/16/2019
4963

15.04.2019 - 16.04.2019

Uhr

Veranstaltungsort

Sitzungsraum, SFB-Villa, Schwendenerstraße 8, 14195 Berlin

Organisatoren

SFB Episteme in Bewegung

Vortragende Person

Scott Cook (Yale-NUS Singapore) Regina Jucks (University of Münster) Kerstin te Heesen (University of Luxembourg) Fania Oz-Salzberger (University of Haifa)

Bemerkungen

Knowledge asymmetries can exist on a qualitative as well as on a quantitative level. Qualitative knowledge asymmetries can rather be described as differences in knowledge – as, for example, an early modern cloth merchant relies on a different kind of knowledge than a well-trainedgrammatical scholar. This workshop focuses on quantitative knowledge asymmetries, in which a substantialquantitativedifference in knowledgethat has the same claim to validityexists. In other words, knowledge is spread unevenly within the same field. If such a knowledge asymmetry attains an objectively quantifiable status, the need to overcome the asymmetry through a range of diverse methods and processes can arise. Oneexample isthe didactical aspect of a knowledge asymmetry between a language instructor and students in the context of early modern foreign language study. This leads to another aspect – the legitimization and delegitimization of knowledge asymmetries: Different configurations and factors exist that can be usedto justify the preservation of aknowledge asymmetry. This is especially connected to the relationship of power and knowledge. Endeavoursto concealexistingknowledge asymmetriescan also often be observed. During the rituals of some Confucian academies in East Asia, for example, the most important positions are not given to the highest officials who have proved their knowledge of the Confucian teaching through their success in the civil service examinations. Instead, they are awarded by seniority to respected elders. On the other hand, the authority of women with a quantifiable higher amount of knowledge in a certain field is often not acknowledged or is even devaluated. The objective of the workshop is to survey knowledge asymmetries and their manifestations within different contexts and from diverse angles as well as to document the process of their emergence, legitimizationand dissolution. Knowledge asymmetries are not only to be viewed from a pedagogical perspective, but also with explicit references to other factors, such as social correlatives (age, power, money, etc.). Special focus is placed on different theoretical and/or comparative approaches to ‘cultural specific’ (East – West) or ‘historiographical’ (historical – modern) aspects. The interdisciplinary orientation of the workshop invites multifaceted treatments of the topic of knowledge asymmetries from all perspectives. For further information please contact: julia.huebner@fu-berlin.de

Links

julia.huebner@fu-berlin.de

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Seminar

Around the Pluriverse in 9 Objects: Cosmological Compositions for Critical Zones

Zeit

04/24/2019
4970

24.04.2019

15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin, Raum 265

Organisatoren

Jonathan Morton (MPIWG Berlin)

Vortragende Person

John Tresch, Mellon Professor in Art History, History of Science and Folk Practice (The Warburg Institute, University of London)

Bemerkungen

This event is part of a mini-series of interdisciplinary seminars that are organised by Jonathan Morton at the MPIWG entitled The Uses of Imagination: Between Science and Art under the aegis of the Krause Research Group on Knowledge and Experience. The aim is to investigate how scientific questions and problems can be thought through with acts of imagination (visual arts, literature, and theatre). The seminar series is open to members of the Institute and to outside researchers. Those coming from outside should give advance notice to ensure there is enough space. Please contact Jonathan Morton to register and receive the precirculated papers.

Links

Webseite

jmorton@mpiwg-berlin.mpg.de

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Workshop

Forschungsdaten in den bild- und objektbezogenen Wissenschaften

Zeit

04/28/2019
4965

28.04.2019

14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Freie Universität Berlin, AG Digital Humanities, Fabeckstraße 23-25, 14195 Berlin, Raum 2.2051

Organisatoren

AG Digital Humanities am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin, Organisatoren: Dr. Michael Müller, Freie Universität Berlin Dr. Georg Schelbert, Humboldt Universität Berlin

Bemerkungen

Der Workshop ist gedacht als offener Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema Forschungsdaten auseinandersetzen. Nach einer Einführung werden wir das Thema aus vier Perspektiven betrachten. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, ihre Sicht auf einen oder mehrere dieser Fragenkomplexe in einem kurzen Statement oder Impulsreferat darzulegen. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte die Organisatoren.

Links

mailto:michael.mueller5@fu-berlin.de

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Seminar

Performing Knowledge: Experiments between Arts, Science and Politics

Zeit

05/07/2019
4971

07.05.2019

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin, Raum 215

Organisatoren

Jonathan Morton (MPIWG Berlin)

Vortragende Person

Frédérique Aït-Touati, (CNRS Chargée de recherche, EHESS, Paris)

Bemerkungen

This event is part of a mini-series of interdisciplinary seminars that are organised by Jonathan Morton at the MPIWG entitled The Uses of Imagination: Between Science and Art under the aegis of the Krause Research Group on Knowledge and Experience. The aim is to investigate how scientific questions and problems can be thought through with acts of imagination (visual arts, literature, and theatre). The seminar series is open to members of the Institute and to outside researchers. Those coming from outside should give advance notice to ensure there is enough space. Please contact Jonathan Morton to register and receive the precirculated papers.

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jmorton@mpiwg-berlin.mpg.de

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Institutskolloquium 2018-19

How History of Science and Philosophy of Science Jointly Marginalize (Feminist and Other) Scientific Alternatives to the What Gets Known as the Scientific World View

Zeit

05/21/2019
4881

21.05.2019

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin

Organisatoren

MPIWG, Ohad Parnes

Vortragende Person

Helen Longino (Stanford University)

Links

oparnes@mpiwg-berlin.mpg.de

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Seminar

The Science of Character: Realism and Feminism in Fin-de-Siècle England

Zeit

05/23/2019
4972

23.05.2019

15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin, Raum 215

Organisatoren

Jonathan Morton (MPIWG Berlin)

Vortragende Person

Pearl Brilmyer, Assistant Professor of English (University of Pennsylvania)

Bemerkungen

This event is part of a mini-series of interdisciplinary seminars that are organised by Jonathan Morton at the MPIWG entitled The Uses of Imagination: Between Science and Art under the aegis of the Krause Research Group on Knowledge and Experience. The aim is to investigate how scientific questions and problems can be thought through with acts of imagination (visual arts, literature, and theatre). The seminar series is open to members of the Institute and to outside researchers. Those coming from outside should give advance notice to ensure there is enough space. Please contact Jonathan Morton to register and receive the precirculated papers.

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jmorton@mpiwg-berlin.mpg.de

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Institutskolloquium 2018-19

Philosophy of the Historiography of Science

Zeit

06/18/2019
4882

18.06.2019

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstraße 22, 14195 Berlin

Organisatoren

MPIWG, Ohad Parnes

Vortragende Person

Aviezer Tucker (Davis Center for Russian and Eurasian Studies)

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oparnes@mpiwg-berlin.mpg.de

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Ringvorlesung "Fake News"

Fake science? Wahrheit und Lüge im staatssozialistischen Geschichtsdiskurs

Zeit

12/17/2019
4945

17.12.2019

16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Unter den Linden 6, Raum 3038

Organisatoren

Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Geschichte

Vortragende Person

Martin Sabrow

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Zum Kalender

Dieser Kalender verzeichnet aktuelle Veranstaltungen zur Wissensgeschichte in Berlin. 

 

Ergänzungen und neue Termine bitte an:

 

Leon Kokkoliadis

lkokkoliadis [at] mpiwg-berlin [dot] mpg [dot] de

 

Agnes Bauer

abauer [at] mpiwg-berlin [dot] mpg [dot] de

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